Ob ein Kredit bei der Bank durchgeht oder nicht, ist keine Frage von Glück oder Pech. Vielmehr gibt es klare Kriterien, nach denen die Geldhäuser ihre Entscheidungen treffen – und treffen müssen. Denn anders als viele Menschen denken, dürfen die Banken keineswegs Geld an jeden verleihen, mit dem sie vielleicht gerne ins Geschäft kommen würden. Die Prüfung der Kredit-Tragfähigkeit ist gesetzlich vorgeschrieben, d.h. Banken dürfen nur an solche Kunden Geld verleihen, bei denen die Rückzahlung ausreichend wahrscheinlich ist.

Diese Wahrscheinlichkeit ist somit auch der Punkt, an dem Sie als Kreditinteressent ansetzen können. Sie haben es in der Hand, Ihre Bonität zu verbessern und somit die Chancen auf eine Finanzierungszusage zu erhöhen. Die wichtigsten Tipps im Überblick:

Halten Sie Ihre Schufa „sauber“

Zahlen Sie Rechnungen pünktlich. Lassen Sie mögliche Mahnungen (falls Sie doch mal eine Rechnung vergessen haben) nicht liegen, sondern reagieren Sie rasch. Wenn Sie mehr Zeit für den Ausgleich der Forderungen brauchen, dann werden Sie selbst aktiv und bitten Sie zum Beispiel um Ratenzahlung. Viele Gläubiger lassen sich darauf ein. Ihr Vorteil: Sie vermeiden Mahnungen, Inkassoschreiben oder gar Mahnbescheide.

Vermeiden Sie Rücklastschriften

Die Zahlung per Lastschrift ist einfach und bequem. Damit das Geld wie vereinbart abgebucht werden kann, muss aber natürlich ein ausreichendes Guthaben vorhanden sein. Geplatzte Lastschriften sind für die Banken ein negatives Signal. Behalten Sie deshalb anstehende Abbuchungen im Blick und kümmern Sie sich darum, dass genug Geld auf dem Konto ist. Wird es absehbar eng, versuchen Sie mit der Bank eine Vereinbarung zu treffen, beispielsweise eine kurzfristige Erhöhung Ihres Dispositionsrahmens.

Zahlungen an Inkassofirmen als „rotes Tuch“

Im Rahmen der Kreditprüfung schauen sich viele Banken auch aktuelle Kontoauszüge an. Wenn dort Zahlungen an Inkassofirmen auftauchen, ist das ein „rotes Tuch“ für die Kreditabteilung. Lassen Sie es also nicht soweit kommen, dass Sie an Inkassofirmen zahlen müssen, sondern einigen Sie sich lieber direkt mit dem Gläubiger (siehe Punkt 1). Wenn es bereits zu spät ist, dann zahlen Sie die angemahnte Summe so schnell wie möglich an das Inkassobüro – und lassen Sie anschließend mindestens einen Monat (besser zwei) verstreichen, ehe Sie eine Kreditanfrage stellen. Dann sind nämlich Ihre aktuellen Kontoauszüge „sauber“ und ohne verräterische Hinweise auf frühere Inkasso-Zahlungen.