Ein Kredit bedeutet frisches Geld auf dem Konto und neue Möglichkeiten. Zugleich bringt ein Darlehen aber auch eine Verpflichtung mit sich – schließlich muss der geliehene Betrag zuzüglich der Zinsen an die Bank zurückgezahlt werden.

Die Rückzahlung erfolgt üblicherweise in monatlichen Raten, deren Höhe je nach Laufzeit variiert. Generell gilt: Wer sich mehr Zeit für die Tilgung des Darlehens lassen will und deshalb eine längere Laufzeit wählt, der profitiert von vergleichsweise niedrigen monatlichen Raten. Allerdings sind die Zinsen für Kredite mit kürzeren Laufzeiten zumeist etwas niedriger.

Welche Laufzeiten sind bei Kreditverträgen üblich?

Die Laufzeiten unterscheiden sich von Bank zu Bank.In vielen Fällen gibt es allerdings nicht eine feste Laufzeit, sondern man kann als Kunde mit seinem Geldhaus individuelle Vereinbarungen treffen. Als „üblich“ gilt dabei alles von 12 bis 120 Monaten – wobei Laufzeiten zwischen 36 und 72 Monaten besonders häufig gewählt werden.

Monatliche Belastung berechnen

Auf Basis der wesentlichen Kreditdaten kann die Bank ein konkretes Angebot erstellen. Es beinhaltet neben dem effektiven Jahreszins und den Gesamtkosten des Kredits auch Angaben zur monatlichen Belastung.Wer zunächst herausfinden möchte, welcher Kredit für ihn der beste wäre, der sollte sich verschiedene Varianten ausrechnen lassen.

Ist zum Beispiel bei einer relativ kurzen Laufzeit von 24 oder 36 Monaten die monatliche Belastung zu hoch, lässt sich durch die Wahl einer längeren Laufzeit gegensteuern. Alternativ kann man prüfen, ob man vielleicht auch mit einer geringeren Kreditsumme zurechtkommt.

Das Einkommen muss ausreichen

Wenn die mögliche monatliche Belastung feststeht, geht es um diese Frage: Reicht das Einkommen aus, um die Rate zu bezahlen? Um eine Antwort zu bekommen, addiert man die monatlichen Einnahmen (vor allem Gehalt, Rente etc.) und zieht die Fixkosten ab (vor allem Miete, Energiekosten, Lebensmittel, Versicherungen, Aufwendungen fürs Auto usw.) – unter dem Strich steht dann das frei verfügbare Einkommen. Diese Summe muss ausreichen, um die Kreditrate zu tragen.

Reicht das Einkommen für die Kredittilgung, kann man sich das gewünschte Darlehen leisten. Ist das Einkommen zu gering, braucht man entweder einen zweiten Kreditnehmer (zum Beispiel den Partner), oder die Kreditsumme muss den Möglichkeiten angepasst werden.