Wer frisches Geld braucht, kann im Internet zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Kredit beantragen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Angebot ist seriös. Und manche Kreditanfrage kann sich in eine teure Kostenfalle verwandeln.

Je mehr Verbraucher die Tricks der Abzocker kennen, desto weniger Erfolg haben die unseriösen Geschäftemacher. Deshalb startet hier nun eine große Informationsoffensive: So funktionieren die Tricks der Kreditabzocker im Internet – und so können Sie sich schützen.

Der Trick mit der Vorkasse

Viele Kreditsuchende sind dringend auf neues Geld angewiesen. Sie sind deshalb besonders empfänglich für Kreditwerbung, in der schnelle und unkomplizierte Hilfe versprochen wird.

Die Online-Kreditanfrage ist rasch gestellt, und auch die Antwort lässt häufig nicht lange auf sich warten. Es kommt sogar – zumindest scheinbar – noch besser: Der Versand der Kreditunterlagen per Post wird in Aussicht gestellt.

Für Verbraucher, die oft schon eine Reihe von Absagen erhalten haben, ist das eine wirklich gute Nachricht. Sie greifen nach jedem Strohhalm, um sich aus ihrer finanziellen Misere zu befreien. Genau das nutzen die Abzocker gnadenlos aus. Sie erwecken mit geschickten Formulierungen den Eindruck, als müsse der Kredit praktisch nur noch abgerufen werden.

Böse Überraschung

Wenn dann der Postbote mit den Kreditunterlagen kommt, gibt es aber eine böse Überraschung: Es handelt sich um eine teure Nachnahme, für die 100 Euro, 200 Euro oder mehr gezahlt werden müssen. Die vermeintliche „Rettung“ vor Augen, berappen viele Verbraucher diese Summe – und werden dann oft bitter enttäuscht. Denn im teuer bezahlten Umschlag steckt keineswegs ein verbindlicher Kreditvertrag, sondern es handelt sich nur um weitgehend wertlose Antragsunterlagen.

Andere Abzocker arbeiten nach einer ähnlichen Masche, nur dass sie ihre Kostenaufstellungen vorab verschicken. Sie berechnen Bearbeitungsgebühren, Auslagen etc. und verlangen den schnellen Ausgleich der Rechnung. Erst danach gebe es Kredit, heißt es dann.

Ob Vorkasse-Rechnung oder Nachnahme – ob tatsächlich ein Kredit zustande kommt, steht in den Sternen. Mitunter bekommt man nämlich den Eindruck, dass die Abzocker in Wahrheit gar keine Kredite vermitteln wollen, sondern es nur auf die hohen Vorab-Gebühren abgesehen haben.

So schützen Sie sich vor Kreditabzocke

Jeder einzelne Kreditsuchende kann den Abzockern das Handwerk legen, wenn er eine wichtige Grundregel befolgt: Niemals vorab Geld bezahlen!

Seriöse Anbieter arbeiten immer ohne Vorkosten. Deshalb gilt: Bestehen Sie darauf, dass Sie Ihr Kreditangebot kostenfrei erhalten. Lassen Sie sich auch nicht dazu überreden, irgendwelche Gebühren zu begleichen, die angeblich die Voraussetzung für die Auszahlung eines Kredits sind.

Ihre Anfrage, Ihr Kreditangebot und die Kreditunterlagen müssen Sie immer kostenlos erhalten – nur dann haben Sie es mit einem wirklich seriösen Anbieter zu tun.