Stimmt Ihre Worklife-Balance? So nennt man es heutzutage, wenn sich Beruf und Freizeit im Einklang befinden. Wenn beide Bereiche ausreichend Platz einnehmen und wenn Sie neben dem Job auch noch Zeit für andere Dinge haben. Wer auf Dauer zu viel arbeitet und seine eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, der wird schnell zu einem Burnout-Patienten.

Die Einschätzung darüber, ob es immer mehr Menschen beim Geldverdienen übertreiben, gehen auseinander. Die Leistungsgesellschaft lasse vielen keine andere Wahl, sagen die einen. Erschöpfung und Überarbeitung gab es schon immer, sagen die anderen. Nur legte man sich früher ins Bett und schlief mal aus, heute lässt man sich wegen Burnout behandeln. Unbestritten ist allerdings, dass die ständige Erreichbarkeit via Handy und Smartphone vielen Menschen das Abschalten schwieriger macht. Sie schaffen es nicht, ihre Arbeit und die Gedanken daran im Büro zu lassen. Oft beantworten sie auch noch späte abends Mails von zu Hause oder per Smartphone von unterwegs. Entspannung und Erholung kommen da zwangsläufig zu kurz.

Das Gefühl, zu viel zu arbeiten und zu wenig Freizeit zu haben, kennt vermutlich fast jeder. Vielleicht schlugen auch deshalb die Gerüchte über den Praktikanten, der sich angeblich zu Tode gearbeitet haben soll, so hohe Wellen. Mehr als 3.000 Euro soll der fleißige junge Mann pro Monat in London verdient haben. Plötzlich wurde der 21-jährige tot aufgefunden. Ist der Grund tatsächlich Überarbeitung? Das müssen die Untersuchungen erst zeigen. Doch weil der Praktikant bei einer Bank arbeitete und die Finanzbranche definitiv nicht den besten Ruf hat, war die Empörung auch ohne nähere Kenntnisse schnell sehr groß.

Was können wir daraus lernen? Sicher dies: Ein gesundes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit sollte für jeden Menschen selbstverständlich sein. Viel Geld zu verdienen, ist ein sinnvolles Ziel – schließlich bedeutet ein hohes Einkommen in den meisten Fällen ein großes Maß an persönlicher Freiheit. Dem Streben nach Geld und Reichtum darf aber nicht die Gesundheit geopfert werden. Wenn Sie Ihre Arbeit lieben, ist das wunderbar. Doch Sie sollten trotzdem nicht leben um zu arbeiten – sondern arbeiten um zu leben.