Große Wünsche erfüllt man sich am einfachsten mit einem Kredit von der Bank. Wesentliche Voraussetzung für die Vergabe eines Darlehens ist ein festes Einkommen in ausreichender Höhe. Als Nachweis ist ein aktueller Verdienstnachweis des Arbeitgebers erforderlich, Selbständige müssen in der Regel ihre Bilanzen und Steuerbescheide der vergangenen Jahre einreichen. Doch wie sieht es bei Auszubildenden aus?

Die Wahrheit, die viele junge Menschen spätestens beim Gespräch mit ihrer Bank erfahren, lautet: Während der Ausbildung ist ein Kredit nicht möglich. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens ist die Ausbildungsvergütung in den meisten Branchen relativ niedrig, so dass die Höhe des Einkommens für die Finanzierung des Lebensunterhalts und die gleichzeitige Zahlung der Raten nicht ausreicht.

Zweitens sind Ausbildungsverträge ihrem Wesen nach befristet. Sie enden nach zwei bis drei Jahren. Um maximale Sicherheit bei der Vergabe von Krediten zu haben, verlangen die Banken jedoch zumeist einen unbefristeten Anstellungsvertrag.

Auszubildende können weder einen Arbeitsvertrag ohne Befristung vorlegen noch ein aus Sicht der Banken ausreichendes Einkommen nachweisen. Deshalb wird ihr Kreditwunsch bei den Banken abgelehnt.

Es gibt aber dennoch eine Möglichkeit, wie auch Auszubildende frisches Geld aufs Konto bekommen können. Die Lösung des Problems ist ein zweiter Antragsteller mit ausreichender Solvenz. Das können zum Beispiel Vater oder Mutter sein, sofern sie über ein festes Arbeitseinkommen verfügen. Der Mitantragsteller agiert dann wie ein Bürge und gibt der Bank die Sicherheit, die sie für eine Kreditzusage braucht.