Spar- und Kreditzinsen kennen seit Jahren nur eine Richtung: steil nach unten. Bei den Dispokrediten scheint es jedoch, als wäre die Zeit stehen geblieben. Wenn es um die Überziehung des Kontos geht, langen die großen Banken immer noch ungeniert zu und verlangen extrem hohe Zinsen – gerade so, als hätte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in der Zwischenzeit nicht auf Null gesenkt.

Wer sein Konto überzieht und den Dispokredit in Anspruch nimmt, kann angesichts der exorbitanten Zinsen schnell in eine Schuldenfalle geraten – zumindest dann, wenn das Konto über einen längeren Zeitraum im Minus bleibt. Als kurzfristiger Puffer hat der Dispokredit sicher seine Berechtigung – als Mittel, um dauerhaft „Löcher zu stopfen“, jedoch definitiv nicht.

Deshalb kann der Rat nur lauten: Wenn Sie einen Dispokredit haben, den sie aus eigenen Mitteln nicht binnen weniger Wochen zurückzahlen können, sollten Sie handeln: Nehmen Sie einen regulären Ratenkredit auf und gleichen Sie Ihr Konto mit dem frischen Geld aus. Die Zinsen für einen Ratenkredit sind deutlich niedriger als die Dispozinsen. Sie reduzieren Ihre monatliche Belastung durch eine Ablösung des Dispokredits also sofort.